Künstliche Intelligenz ganz einfach erklärt

Für das Telekom Special „Stehlen Roboter deinen Job?“ habe ich mich in die Themen Robotics und Künstliche Intelligenz eingearbeitet. Welch spannende aber auch komplexe Themen. In diesem Beitrag teile ich mit euch meine einfache Erklärung für Künstliche Intelligenz.

Es ist gar nicht so einfach die allgemeingültige Definition für Künstliche Intelligenz (KI) zu finden. In dem Microsoft Computer Lexikon findet man zum Beispiel folgende Erläuterung:

Künstliche Intelligenz ist ein Zweig der Informatik, der sich mit der Nachbildung bestimmter Aspekte menschlicher Intelligenz auf Computersystemen beschäftigt, wie z.B. Spracherkennung, kreatives Verhalten, Fähigkeit aus Erfahrung zu lernen und Schlussfolgerungen aus unvollständigen Informationen zu ziehen

Der Personalvorstand der Telekom Christian Illek beschrieb auf dem Personalmanagementkongress in Berlin in seiner Keynote mit dem Thema „Erfüllungsgehilfe oder Kollege? - Intelligente Maschinen auf dem Vormarsch“ vier Kernbereiche für Künstliche Intelligenz: Komplexe Aufgaben, Lernfähigkeit, Emotionalisierung und soziale Interaktion. Ich finde die 4 Ebenen sehr gut und verständlich erklärt und habe dazu Anwendungsbeispiele gefunden:

Künstliche Intelligenz ganz einfach erklärt

1) KOMPLEXE AUFGABEN

Bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz stehen komplexe Aufgaben im Vordergrund, Spiele wie Schach und Dame gehörten zu den ersten Anwendungsgebieten. Weitere wichtige Aspekte sind Sprach- und Bilderkennung. Der wohl bekannteste Sprachassistent ist Siri auf dem Iphone, dieser kommt jedoch schnell an seine Grenzen ohne die Fähigkeit selbst lernen zu können. Das tatsächliche Potential komplexe Aufgaben zu lösen, entsteht erst durch die Kombination mit der Fähigkeit zu Lernen.

Lenrfähigkeit der Künstlichen Intelligenz

2) LERNFÄHIGKEIT

Denkt an den IBM-Rechner Watson, lernte er erst nur auswendig und besiegte so 2011 die bis dahin erfolgreichsten Spieler der Quizsendung Jeopardy. Heute spielt Watson schon lange keine Quizshows mehr, sondern betätigt sich heute als Mediziner: Als Dr. Watson stellt er in wenigen Sekunden Diagnosen, für die Ärzte 160 Stunden lang Fachliteratur lesen müssten.

Kombiniert mit Lernfähigkeit/Deep Learning gibt es für das Thema Sprachsteuerung unbegrenzte Möglichkeiten.

Ein Beispiel hierfür ist Viv.ai, eine künstliche Intelligenz in Form eines Sprachassistenten. Viv schreibt innerhalb von Millisekunden eine Software und erarbeitet selbst einen Lösungsansatz, so kann es selbst knifflige Fragen und Aufträge schnell lösen. Siri und andere Sprachassistenten müssen alle möglichen Fragen und Antworten antizipieren und so kommt man schnell an seine Grenzen. Viv verfügt über Deep Learning und kann die Absicht des Nutzers begreifen und so eine Lösung erarbeiten. Mögliche Fragen die Viv bereits heute lösen kann: Überweise Todd 20 Euro von gestern? Bestelle meiner Mutter Blumen zum Geburtstag? Wie war das Wetter in San Francisco am Mittwoch vor 3 Wochen? Und dies passiert alles nur über Sprachsteuerung in wenigen Sekunden.

Hat dies Interesse für Viv geweckt? Schaut Euch das Video von CEO Dag Kittlaus auf der HR Tech Crunch an. Ich fand es super spannend.

Emotionalisierung der Künstlichen Intelligenz

3) EMOTIONALISIERUNG

Dies ist der schwierigste Bereich der Künstlichen Intelligenz, sie ist beim Menschen zuständig für Kreativität, Intuition und instinktmäßig richtiges Handeln. Dieses Thema wird ein wichtiges Thema wenn es um die Akzeptanz und Interaktion von Maschinen und Menschen geht.

Maschinen werden nicht nur intelligenter, sondern auch emotionaler. Das Affective Computing arbeitet daran, dass Maschinen unsere Körpersignale und den Gefühlsausdruck automatisch analysieren. Die Robotikforschung arbeitet daran, den Gefühlsausdruck subtiler zu gestalten und Robotern eine eigene Gefühlslogik zu verleihen. Von der Programmierkomplexität her ist das die Kür im Bereich KI, gibt es sowas schon? Ja.

Bei der japanischen Tokyo-Mitsubishi Bank werden Roboter als Service Mitarbeiter eingesetzt. Er heißt NAO und spricht 19 Sprachen, begrüßt die Kunden leitet sie zum richtigen Schalter, und analysiert und erkennt Gesichtsausdrücke und Stimmlagen. Dies ist kein Science Fiction, sondern vielmehr eine reale Anwendung von Künstlicher Intelligenz in einer direkten Interaktion mit dem Kunden vor Ort.

Soziale Interaktion der Künstlichen Intelligenz

4) SOZIALE INTERAKTION

In der als soziale Robotik bezeichneten Forschung werden freundliche Maschinen entwickelt, die als verständige und glaubhafte Interaktionspartner mit den Menschen kommunizieren und von ihnen lernen.

Mögliche Einsatzgebiete sind Dienstleistungsbereiche, Pflege etc. Der Roboter ist nicht mehr Werkzeug, sondern wird als Partner modelliert. Menschen haben die Tendenz, Maschinen wie lebendige oder gar intelligente Wesen zu behandeln und ihnen Gefühle oder Intentionen zuzuschreiben.

Ein Beispiel: Wir unterstellen unserem bockigen Computer Hinterlist oder beschimpfen kaputte Maschinen als unfähig. Dies ist ein eindeutiges Zeichen für die Vermenschlichung von technischen Artefakten und betont die Wichtigkeit der Fähigkeit von sozialer Interaktion für die allgemeine Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz: Am Ende bleibt die Frage, kann man mit einem Roboter Freundschaft schließen wie Prinzessin Leia und C3PO in Star Wars?

Künstliche Intelligenz hat keine feste Form

ZUSAMMENFASSUNG

Künstliche Intelligenz kann lernen, Annahmen treffen, sich anpassen und auf unvorhersehbares Verhalten reagieren und somit für den Nutzer jeweils die beste Entscheidung treffen und dies in wenigen Sekunden. Dabei nimmt sie Emotionen ihres Nutzers war und berücksichtigt diese in der Interaktion und passt ihre Emotionen darauf an.

Dabei erscheint Künstliche Intelligenz nicht immer in Form eines Roboters, sondern kann ein Computer, eine Sprachsteuerungsfunktion, ein Chatbot etc. sein.

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