Die Lehmschicht bröckelt – Führung verändern

Führung und vor allem die Führungskräfte selbst müssen sich verändern in dieser digitalen Transformation. Aber wie? 30 Führungskräfte der Telekom haben sich aufgemacht, gemeinsam diese innere Transformation zu wagen und die Lehmschicht zu durchdringen.

Social Media Business – Woher wir kommen?

Mit “Anders Arbeiten – Kunden begeistern” arbeiten wir im Social Media Business Programm schon seit einigen Jahren erfolgreich daran, Mitarbeiter-Netzwerke aufzubauen und zu begleiten. Mitarbeiternetzwerke, die quer zur Organisation liegen und das Rückgrat der nächsten Reorganisation sind. Hier drei Beispiele: 

  • Mit mehr als 350 Guides treiben wir gemeinsam die interne, digitale Transformation
  • Die #Werkstolz-Community sind magenta Botschafter, die unseren Unternehmensstolz nach Außen tragen wollen. Dass dies gelingt, zeigt eine einfache Google-Suche nach dem Hashtag #Werkstolz eindrucksvoll.
  • Die #Develovers sind Programmierbegeisterte in Großunternehmen, die coden wollen aber in Ihrem Regeljob nicht coden dürfen – Diese bringen wir zum Beispiel in Hackathons zusammen und entwickeln das interne Social Network weiter.

Diese Netzwerke haben gemein, dass sie vor allem von hochgradig intrinsisch motivierten Mitarbeitern vorangetrieben werden. So etwas für Führungskräfte auf die Beine zu stellen, haben wir uns bis 2017 nicht getraut. Dann haben wir auch als wir in einer kleinen Gruppe von Führungskräften “#DieLehmschicht bröckelt” pilotiert – Führungskräfte, die bereits jetzt #AndersFühren und so an und nicht nur in der Organisation arbeiten.

Wer ist #DieLehmschicht?

Doch um wen geht’s denn überhaupt? Wer ist diese #Lehmschicht? Der damalige Siemens-Chef Peter Löscher prägt um 2010 den Begriff “Lehmschicht” wie kein anderer:

“Die Lehmschicht, das sind Mitarbeiter, die man gemeinhin nicht sieht, Angestellte in der Verwaltung sowie untere und mittlere Führungsebene: Sie sitzen in klimatisierten Büros, nicht in stickigen Fabriken; sie wickeln den Papierkram ab, der inzwischen zum Computerkram geworden ist; sie buchen Reisen und Rechnungen; sie sitzen im Herzen [des Unternehmens], recht nahe an der Macht, aber oftmals weit weg von der Produktion, von den Fabriken, von den Märkten.”

(Quelle: Schäfer 2010)

Wie spricht die Lehmschicht?

Die Lehmschicht ist ein Menschenschlag im Unternehmen, der „schon immer alles so gemacht“ hat, der „alles über seinen Schreibtisch laufen lassen“ muss. Und der im eigenen Silo bleiben will, anstatt bereichsübergreifend und auf Augenhöhe mit Kollegen zu Lösungen für unsere Kunden kommt.

Wenn #DieLehmschicht spricht, dann liest sich das meistens so:

Wichtig zu erwähnen: Wir haben uns diese Aussagen nicht ausgedacht, sondern sie wurden uns durch mehrere Großunternehmen zugespielt. Also quasi "Real Talk" aus der bestehenden Lehmschicht.

 

Wie bringen wir #DieLehmschicht zum Bröckeln?

Wir haben uns 2017 für den Ansatz entschieden, die Richtigen und nicht die Zuständigen in einen Raum zu bringen. Die Pioniergruppe mit rund 15 Personen ist entstanden. Was folgt ist der intensive Austausch darüber, was denn #AndersFühren für jeden persönlich bedeutet und an was für guten Beispielen diese sichtbar werden. Es entstehen aus der Gruppe heraus “Geschichten des Gelingens” zum #AndersFühren – eine ist z.B. der Business Circle als Methode, um verkrustete Jour Fixe aufzulösen und neue Wege in Team-Meetings zu gehen. Wir fassen diese Geschichten in einem Booklet zusammen, die sich vor allem über die Geschichtenerzähler selbst in der Organisation verteilen.

Die Gruppe von Führungskräften ist 2018 organisch auf 30 angewachsen – die positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr haben sich in der Organisation herumgesprochen. Wir haben auch Personen abgesagt, die sich nicht auf die gesetzten Rahmenbedingungen committen wollten.

Im Kick-Off sitzen wir erst einmal zwei Stunden im Business Circle und unterhalten uns darüber, wie und auf welchen Grundprinzipien aufbauend wir zusammenarbeiten wollen. Für einige in der Gruppe ist das ein quälend langsamer Prozess, wir wollen wie im Business üblich, natürlich schneller zu Ergebnissen kommen.

Hierbei ist es von Vorteil, externe Begleitung von erfahrenen Facilitatoren wie die von den Kommunikationslotsen zu haben, die “den Raum halten” und auf die Fortsetzung dieser Sinnfindung beharren. Nach dieser Übung wird allen klar: Bevor wir in den „Roll-out“ von Themen gehen, muss ich auf das innere Betriebssystem meiner Gruppe schauen und damit auf mich selbst. Denn: Veränderung beginnt in mir.

Ihr & #DieLehmschicht?

Fallen Euch auch des öfteren Zitate in der Organisation auf, die eine Haltung beschreiben, die es zu überwinden gilt? Dann meldet Euch bei uns oder nutzt den Hashtag #DieLehmschicht spricht 😉

Wir freuen uns auf Eure Beiträge, oder diskutiert direkt mit Uns auf Twitter!

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Dieser Blogbeitrag wurde ursprünglich auf dem Creating Corporate Culture Blog der Bertelsmann Stiftung publiziert.

 

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