Blockchain: Der neue Jobkiller?

Eines der heißest im Technologie-Sektor diskutierten Themen ist derzeit die Blockchain-Technik. Blockchain wird gerne mit virtuellen Währungen wie Bitcoin gleichgesetzt. Ganz allgemein geht es bei der Technik aber um das Prinzip der Dezentralität. Bekannte Beispiele sind Airbnb, Uber, wie Google oder Facebook ohne dazwischengeschaltete Vermittler, aber auch Nachbarschaftsportale, die manchen Baumarkt das Fürchten lehren könnten, der direkte Verkauf von Strom auch von privaten Anbietern, um nur einige Beispiele zu nennen. Bleibt die Frage, was das Prinzip der Dezentralität für die moderne Arbeitswelt bedeutet?

 

Welche Aufgaben verschwinden?

Am Anfang stehen erst einmal wieder Horrorszenario: Millionen von Arbeitsplätzen werden durch die Blockchain überflüssig. Wenn in der Blockchain Transaktionen, Vereinbarungen, Verträge und ähnliche Informationen sicher festgehalten und verwaltet werden können, fallen viele administrative Aufgaben weg. Gefährdet seien vor allem Jobs im Finanzbereich, etwa bei Banken und Versicherungen oder in der Energieversorgung. Wenn auch noch das digitale Vertrauen hinzu kommt, werden auch Aufgaben zunehmend verschwinden, deren einzige Aufgabe es ist, Vertrauen zu verkörpern oder zu vermitteln: Dann müssen sich auch Notare und Makler Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen.

Ökonomische Vorteile überwiegen

Andreas Park, Blockchain-Experte und Wirtschaftsprofessor an der Universität Toronto, glaubt dass die Vorteile der neuen Technologie überwiegen:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Angestellte, die jetzt noch glauben, einen anspruchsvollen Beruf zu haben, bald abgelöst werden. Das wird unsere Gesellschaft enorm beeinflussen. Von einer ökonomischen Betrachtungsweise wird es eine bessere Zukunft, da sehe ich ein großes Potenzial. Aber es wird auch andere gesellschaftliche Konsequenzen haben. Und die werden unumkehrbar sein.

(Andreas Park)

Dass durch die Digitalisierung, ob durch Technologie wie Blockchain oder künstliche Intelligenz, sich Aufgaben verändern und gewisse Tätigkeiten ganz verschwinden, ist unstrittig. Ob das am Ende Millionen von Menschen aber dauerhaft aus dem Erwerbsleben spült, ist unter Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten aber höchst umstritten.

Millionen neue Arbeitsplätze

Die Geschichte zeigt: Wo auch immer auf der einen Seite Arbeitsplätze wegfallen, entstehen dafür auf der anderen Seite neue. Ersetzt in der Automobilindustrie ein Roboter den Arbeiter, entsteht ein Arbeitsplatz in der Industrie, die den Roboter fertigt. Und neue Geschäftsmodelle schaffen neue Arbeitsplätze. Viele Beobachter gehen davon aus, dass die Einführung der Blockchain Millionen von Arbeitsplätzen allein im Informatikbereich schafft. Ein Blick auf die großen Job-Portale Stepstone, Monster und anderen zeigt – schon heute wird händeringend nach Blockchain-Entwicklern und Experten gesucht.

Nicht auf dem Zaun sitzen

Nun kann nicht jeder Mensch Blockchain-Entwickler werden. Aber es wird künftig viele neu Berufe geben, von denen wir heute noch nichts ahnen. Sicher ist: Der auch mit der Blockchain einhergehende Dezentralisierungstrend zeigt, dass man gut daran tut, sich auf den verändernden Arbeitsmarkt und sich wandelnde Arbeitsmarktsituationen einzustellen. Personalvorstand Christian P. Illek warnt deshalb davor sich „auf den Zaum zu setzen, um in aller Ruhe abzuwarten, wie die Digitalisierung das eigene Leben verändert.“ Besser sei es, sich aktiv mit den Veränderungen und den daraus resultierenden Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Und das gilt natürlich nicht nur für den einzelnen Mitarbeiter, sondern auch für ein Unternehmen wie die Telekom. Mit dem neuen Telekom-Programm skillsUP! will Christian P. Illek daher nun ein System schaffen, mit dem sich Menschen und Unternehmen gut auf die Jobs von morgen vorbereiten können.

Denkt Ihr Blockchain ist der neue Jobkiller? Teilt Eure Gedanken und diskutiert mit uns auf Twitter!

Entschuldigung

Ihr Browser ist leider nicht aktuell genug.
Um diese Webseite zu benutzen, benötigen Sie einen aktuellen Browser
Wir empfehlen einen der folgenden Browser in der aktuellsten Version zu installieren.

Auf iOS Geräten sollte mindestens die Betriebssystem Version iOS 9 installiert sein.

Mozilla Firefox Google Chrome Microsoft Edge Internet Explorer